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Buchmesse - Deutscher Buchhandel trotzt Krise
Hoffnungsträger E-Books sollen Umsätze kräftig ankurbeln
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| Die 61. Frankfurter Buchmesse ist eröffnet (Foto: Frankfurter Buchmesse) |
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Frankfurt am Main
(pte/14.10.2009/11:25) -
Der Buchhandelsbranche Deutschlands ist es 2009 trotz einem schwierigen Wirtschaftsumfeld gelungen, ihr Wachstum fortzusetzen. Wie Gottfried Honnefelder, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels http://www.boersenverein.de, am gestrigen Dienstagabend anlässlich der Eröffnung der 61. Frankfurter Buchmesse http://www.buchmesse.de wissen ließ, hat die Branche in den ersten neun Monaten dieses Jahres ein Umsatzplus von 2,8 Prozent erwirtschaftet. Dass die Krise aber auch auf dem Buchmarkt ihre Spuren hinterlassen hat, zeigt sich in der Reduktion der vermieteten Ausstellungsfläche der weltgrößten Buchmesse, die laut deren Direktor Jürgen Boos im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent zurückgegangen ist. Grund hierfür seien in erster Linie Flächenreduktionen bei englischsprachigen Verlagen und das Ausbleiben von Ausstellern aus Osteuropa, so Boos.
"Für Verlage und Buchhändler stellt sich heute vor allem die Frage, wie sie im digitalen Zeitalter Geld verdienen können", erklärte Börsenverein-Vorsteher Honnefelder. Fragen zur Digitalisierung und damit verbundene Kopierschutz- und Urheberrechtsproblematiken bilden deshalb auch den inhaltlichen Schwerpunkt der diesjährigen Buchmesse. Große Hoffnungen setzt die deutsche Branche in dieser Hinsicht auf den mittlerweile auch in Europa angekommenen E-Book-Trend. So werden auf der Veranstaltung unter anderem auch die neuesten elektronischen Lesegeräte wie der Kindle von Amazon präsentiert, der offiziell am 19. Oktober in Deutschland erscheinen (pressetext berichtet: http://pressetext.com/news/091007024/) und das Geschäft mit den digitalen Büchern kräftig ankurbeln soll.
Ob der E-Book-Sektor sich wirklich als der erhoffte Umsatzbringer für den Buchhandel erweisen wird, ist bislang aber noch fraglich. Zur Skepsis einiger Experten trägt auch eine aktuelle repräsentative Umfrage der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers http://www.pwc.com bei, die feststellt, dass mit 23 Prozent erst jeder vierte Deutsche schon einmal von E-Books oder Geräten wie dem Kindle gehört hat. "Was die Entwicklung im E-Book-Bereich betrifft, hinken wir hierzulande den USA noch um drei Jahre hinterher. Dort ist es bei den Verbrauchern bereits zu einem breiten Umdenkprozess in Bezug auf das digitale Lesen gekommen, der im deutschsprachigen Raum erst für 2010 zu erwarten ist" meint Markus Toyfl, zuständig für den Bereich New Media Management beim Hauptverband des Österreichischen Buchhandels http://www.buecher.at , auf Anfrage von pressetext.
Auf der Frankfurter Buchmesse sind Angaben des Veranstalters zufolge in diesem Jahr insgesamt 7.314 Aussteller aus 100 Ländern der Welt vertreten. Mehr als 400.000 Titel, darunter 124.000 Neuerscheinungen werden dem Publikum präsentiert. Von heute, Mittwoch, bis Freitag ist die Messe allerdings ausschließlich Fachbesuchern zugänglich. Erst am Samstag und Sonntag werden dann auch die Pforten für die Allgemeinheit geöffnet.
(Ende)
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