Gasfahrzeuge beleben italienischen Automobilmarkt
Marktanteil auf 6,9 Prozent fast verdoppelt
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| Qualitätskontrolle in der PKW-Produktion (Foto: landi.it) |
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Reggio Emilia
(pte/20.02.2009/13:50) -
Der auf Autogas- und Erdgasanlagen spezialisierte Automobilausrüster Landi Renzo SpA http://www.landi.it hat trotz Wirtschaftskrise im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatzzuwachs von 25 Prozent auf 205 Mio. Euro erzielt. Nachdem bis vor wenigen Jahren das Werkstattgeschäft im Vordergrund stand, beliefert das in Cavriago bei Reggio Emilia beheimatete Familienunternehmen inzwischen überwiegend Automobilhersteller.
Zu den Großkunden gehört seit kurzem auch der Fiat-Konzern, der jetzt die Modelle Panda, Punto und Bravo serienmäßig auch mit Autogas-Bifuel-Antrieb anbietet. Ein Fiat 500 GPL Landi Enzo mit einem 100 PS starken 1,4-Liter-Motor hatte im September 2008 anlässlich der "Automechanika" die 860 Kilometer lange Strecke Reggio Emilia - Frankfurt mit einem Gesamtverbrauch von 60,9 Litern und Spritkosten von 46,9 Euro zurückgelegt.
Bei einem Marktanteil von über 30 Prozent gilt das im Jahre 1959 gegründete Unternehmen inzwischen als weltweit führender Hersteller von Autogas- und Erdgasanlagen. Das seit Ende 2007 an der Mailänder Börse notierte Unternehmen ist auch an einem von der EU kofinanzierten Pilotprojekt der Landesregierung der Emilia-Romagna beteiligt, das die Experimentierung von Kraftstoffmischungen mit einem Wasserstoffanteil bis 20 Prozent beinhaltet. "Im Bereich Forschung, in den wir regelmäßig fünf Prozent der Jahresumsätze investieren, ist ein Fünftel unserer 800 Mitarbeiter beschäftigt", bestätigt Hauptgeschäftsführer Stefano Landi. "Der befürchtete Absatzeinbruch auf den Automobilmärkten bereitet uns keinerlei Sorgen." Nicht nur wegen der von der italienischen Regierung angekündigten Kaufprämie für abgasarme Neuwagen, sondern auch angesichts der erheblichen Preisvorteile und Umweltfreundlichkeit hätten Autogas und Erdgas eine große Zukunft. Vor dem Hintergrund der geplanten Politikwende von Barack Obama wolle man sich künftig auch stärker um den US-amerikanischen Markt kümmern. Der Marktanteil von fabrikneuen Auto- und Erdgasfahrzeugen in Italien war im vergangenen Jahr von 3,6 auf 6,9 Prozent geklettert. Die Regierung in Rom sieht in ihrem jüngsten Maßnahmenpaket zur Stützung des Automobilmarktes eine unabhängig von der Abwrackprämie gewährte Anschaffungsprämie von 1.500 Euro und bei Fahrzeugen mit weniger als 120 Gramm pro Kilometer CO2-Ausstoß von 2.000 Euro vor. Bei Nachrüstungen wird die Kaufprämie bei Autogas von 350 auf 500 Euro und bei Erdgasantrieb von 500 auf 650 Euro angehoben.
(Ende)
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