 |
Verwandte Meldungen |
|
|
|
 |
Weitere Meldungen |
|
|
|
 |
Sponsored Links |
|
|
|
 |
Monster Jobcorner |
|
|
|
 |
Finden Sie uns auf Facebook |
|
|
|
|
 |
Werbung |
|
|
|
|
 |
 |
pte080717034 Unternehmen/Finanzen, Computer/Telekommunikation |
|
 |
Sonderbelastungen trüben Nokias Bilanz
Analystenerwartungen übertroffen - Wachstumsländer drücken Verkaufspreise
|
| Nokia stärkt mit neuen Modellen und Services seine Marktposition (Foto: nokia.com) |
|
Helsinki
(pte/17.07.2008/13:55) -
Nokia konnte mit den heute, Donnerstag, veröffentlichten Finanzzahlen des abgeschlossenen zweiten Quartals die Erwartungen der Analysten übertreffen. Getrübt wurde die Bilanz jedoch durch Wechselkurseffekte und Sonderbelastungen. Der Umsatz der Mobiltelefon-Sparte ging trotz steigenden Marktanteilen aufgrund des schwachen Dollarkurses und sinkenden Verkaufspreisen um ein Prozent zurück. Angetrieben wurde der Handy-Absatz zugleich von Wachstumsregionen in Asien und Lateinamerika. Obwohl Nokia seinen Gesamtumsatz steigern konnte, fiel der operative Gewinn aufgrund von Sondereffekten auf 1,47 Mrd. Euro (minus 38 Prozent). Belastend wirkte sich unter anderem die Schließung des Bochumer Werkes aus.
Insgesamt konnte Nokia den Konzernumsatz um vier Prozent auf 13,15 Mrd. Euro steigern. Analysten hatten im Vorfeld mit durchschnittlich 12,88 Mrd. Euro gerechnet. Bei konstanten Wechselkursen hätte man elf Prozent mehr umgesetzt, betont Nokia. Ein deutliches Plus von 18 Prozent erwirtschaftete das Joint-Venture Nokia Siemens Networks (NSN). Auch der Gewinn je Aktie lag bereinigt um Sondereffekte mit 36 Cent über den Analystenerwartungen (35 Cent je Aktie). "In Summe sind die Zahlen sehr gut. Das Wachstum wird von einem guten Produktmix in den Emerging Markets getrieben", so UniCredit-Analyst Roland Pitz gegenüber pressetext. Auch in Europa habe man trotz anderslautender Befürchtungen keinen Einbruch beim Handy-Absatz gesehen, was auf die starke Position der Nokia-Produkte deute. Auch der Hype um das iPhone habe dem Unternehmen nicht negativ zugesetzt. Insgesamt sei es Nokia gelungen, seine Produktpalette in den jeweiligen Märkten richtig einzusetzen. "Auch der schwache Dollar sollte sich in den kommenden Quartalen nicht mehr so dramatisch auswirken. Wir gehen davon aus, dass sich das Kursverhältnis zwischen Euro und Dollar langsam stabilisieren wird und man von Quartal zu Quartal immer geringere Währungseffekte sieht", sagt Pitz.
Die Aktie des Unternehmens legte kurz nach der Veröffentlichung der Quartalsbilanz an der Frankfurter Wertpapierbörse um mehr als fünf Prozent zu und notierte bei Redaktionsschluss dieser Meldung (13:30 Uhr) mit plus 6,92 Prozent bei 17,16 Euro. Während das Ergebnis des Vorjahresquartal von positiven Sondereffekten beeinflusst war, wirkten sich im zweiten Quartal 2008 Sonderbelastungen von 460 Mio. Euro auf den operativen Gewinn des Unternehmens aus. Diese umfassten Restrukturierungskosten für NSN in Höhe von 201 Mio. Euro. Aber auch die Schließung des Nokia-Werkes in Bochum (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=080117042) belastete mit 259 Mio. Euro das Ergebnis.
Der Marktanteil des Handy-Herstellers kletterte nach eigenen Angaben um zwei Prozentpunkte auf 40 Prozent. Insgesamt setzte Nokia im Berichtszeitraum 122 Mio. Handys ab (plus 21 Prozent). Der durchschnittliche Verkaufspreis der Handys fiel von 90 auf 74 Euro. Knapp ein Drittel des Rückgangs sei auf Wechselkurseffekte zurückzuführen. Zudem wäre der Umsatz der "Devices & Services"-Sparte ohne Wechselkurseffekte um sechs Prozent gestiegen, heißt es bei Nokia. Die klaren Wachstumsregionen waren Asien-Pazifik (plus 42,2 Prozent) sowie Lateinamerika (plus 39,1 Prozent). In Europa stagnierte der Handy-Absatz dagegen auf Vorjahresniveau. Die steigenden Verkaufszahlen in Wachstumsländern, wo Nokia vor allem mit günstigen Handys punktet, trugen neben den Wechselkurseffekten ebenfalls zu den sinkenden durchschnittlichen Verkaufspreisen bei.
(Ende)
|
|