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DAX-Konzerne lassen ein Drittel an Gewinnen liegen
Fondsgesellschaften und Investoren prophezeien Ende der Krise

Deutsche-Bank-Tochter DWS sieht Ende der Krise (Foto: dws.de)
Frankfurt (pte/16.05.2008/12:39) - Den größten deutschen Konzernen schlug die Finanzkrise mit voller Wucht ins Gesicht. Im ersten Quartal brachen ihre Gewinne um knapp ein Drittel ein, wie der Tagesspiegel berichtet. Die 30 im DAX börsennotierten Unternehmen verdienten gegenüber dem Vorjahr um 30,8 Prozent weniger. So rutschte das Ergebnis vor Steuern von 32,5 Mrd. auf 22,5 Mrd. Euro in den Keller. Angesichts des starken Wirtschaftswachstums von 1,5 Prozent stellt dies für die Konzerne ein enttäuschendes Gesamtergebnis dar. Volkswirte prognostizieren, dass die Gewinne in den Folgequartalen weiter abnehmen werden. Gleichzeitig soll sich das Wirtschaftswachstum einbremsen. Dennoch beschwören verschiedene Fondsgesellschaften und Investmentfirmen das Ende der mehr als einjährigen Kreditkrise herauf. "Nach unserer Einschätzung werden wir noch einige Zeit mit der Krise zu tun haben, wenngleich deren Konzentration in den USA liegen wird", entgegnet Christian Dreger, Konjunkturexperte beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung http://www.diw.de, im Gespräch mit pressetext.

Fondsgesellschaften wie die Deutsche-Bank-Tochter DWS http://www.dws.de sehen das Ende der Krise bereits gekommen. Damit teilt sie die Meinung verschiedener Investoren und Analysten an den Finanzmärkten. Experten warnen jedoch vor einer möglichen Interessenpolitik seitens der Unternehmen. Diese würden den Markt in ihrem Sinn beeinflussen. Dieses Argument gewinnt auch angesichts der Wirtschaftsprognosen für den weiteren Jahresverlauf an Gewicht. Dennoch habe sich das Investitionsverhalten gebessert. Große Verkäufe stünden bei den Investoren nicht mehr an der Tagesordnung, während Zukäufe besonders zu den Portfolios verschiedener Fonds wieder im großen Stil betrieben würden.

Dass sich die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal dermaßen stark entwickelt hat, sei nicht absehbar gewesen oder prognostiziert worden. Schließlich verzeichnet Deutschland in diesem Zeitraum das höchste Wachstum seit zwölf Jahren. "Absehbar war, dass die Wachstumsdynamik erst ab dem zweiten Quartal nachlässt. Der Aufschwung geht auf einem niedrigeren Niveau weiter, lautet die generelle Tendenz. Im ersten Quartal profitierte die Wirtschaft beispielsweise stark von dem praktisch nicht vorhandenen Winter", erklärt Dreger. Besonders in der Baubranche seien kaum saisonal bedingte Ausfälle zu verzeichnen gewesen. Bei einem Wachstum von 1,5 Prozent im ersten Quartal sei die optimistische Prognose von 2,0 Prozent für das Gesamtjahr auch dann bereits erreicht, wenn die Wirtschaft ab dem zweiten Quartal nicht mehr wachsen würde.

Von den Gewinneinbrüchen bei den DAX-Konzernen waren Banken besonders stark betroffen. So rutschten die Deutsche Bank und die IKB sogar in die roten Zahlen (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=080429028 ). Die Probleme der Großkonzerne konnten die gesamtkonjunkturelle Entwicklung dennoch nicht beeindrucken. "Den DAX bilden nur 30 Unternehmen. In der deutschen Wirtschaft sind jedoch besonders die mittelständischen Betriebe, die nicht im DAX enthalten sind, von wesentlicher Bedeutung. Somit ist das schwache Abschneiden der DAX-Konzerne im Vergleich zum starken Wirtschaftswachstum auch nicht als Widerspruch zu verstehen", so Dreger abschließend gegenüber pressetext. (Ende)



Aussender: pressetext.deutschland
Redakteur: Manuel Haglmüller
email: haglmueller@pressetext.com
Tel. +43-1-811-40-315

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