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pte080402030 Medizin/Wellness, Tourismus/Reisen
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Gesundheitstourismus: Run auf Billigländer
Top-Destinationen für medizinische Behandlungen vorgestellt

Gesundheitstourismus: Südafrika und Brasilien im Trend (Foto: pixelio.de/Michael Bührke)
Washington/Wien (pte/02.04.2008/12:00) - Gesundheitstourismus ist bereits ein blühendes Geschäft, berichtet der Marktforscher McKinsey. Doch was in Zukunft noch kommt, stellt bisherige Zahlen deutlich in den Schatten. Die Marktforscher schätzen, dass der Markt 2004 etwa 40 Mrd. Dollar schwer war und 2012 die 100 Mrd.-Marke überschreiten wird. Zu den bevorzugten Destinationen gehören Länder wie Südafrika, Thailand, Brasilien und Ungarn.

Der US-Investor NuWire http://www.nuwireinvestor.com hat in seiner aktuellen Aussendung auf den Boom reagiert und die Top-Fünf-Destinationen für medizinische Behandlungen ermittelt. Die meisten der Länder befinden sich in relativer Nähe zu den Vereinigten Staaten wie etwa Panama. Zwischen 40 und 70 Prozent niedriger sind hier die Behandlungskosten im Vergleich zu den USA - obwohl NuWire betont, dass die Kosten nicht das Niveau Ostasiens erreichen. "Für die Wirtschaft Panamas kann der Gesundheitstourismus mindestens 1,5 Mio. Arbeitsplätze schaffen", schreibt der Nachrichtendienst, der zudem auch gleich darauf hinweist, dass es hier auch günstige Investitionsmöglichkeiten bei Immobilien und im Tourismus gebe.

Eine andere Top-Destination - vor allem im Bereich kosmetische und plastisch-chirurgische Eingriffe - ist Brasilien geworden. Brasilien ist der zweitgrößte Markt für plastische Chirurgie hinter den USA, was auf die hohe Qualität und die verhältnismäßig geringen Kosten zurückzuführen ist. Aber auch in anderen medizinischen Bereichen rangiert Brasilien ganz weit oben. Brasilien hat zudem die meisten Krankenhäuser außerhalb der USA, die von der der größten US-Krankenhaus-Akkreditierungs-Organisation JCAHO http://www.jointcommission.org zertifiziert wurden. Ein anderes beliebtes Land für Behandlungen ist Costa Rica. Im mittelamerikanischen Land liegen die Kosten fast 50 Prozent unter jenen der USA, zudem wird Spitzenqualität geboten. Nach einer Studie der NCPA vom November 2007 wurden rund 150.000 Touristen hier behandelt. Neben kosmetischen Eingriffen, wird auch sehr günstige Zahnbehandlung angeboten.

In Asien rangieren Malaysia und Indien an Spitzenplätzen. Malaysia - häufig auch Tigerstaat bezeichnet - konnte die Zahl der Gesundheitstouristen von 75.000 im Jahr 2001 auf rund 297.000 im Jahr 2006 steigern. Die Association for Private Hospitals Malaysia http://www.hospitals-malaysia.org schätzt, dass die Zahl der ausländischen Patienten bis 2010 um jährlich 30 Prozent steigen werde. Geboten wird höchste Qualität in allen Bereichen - besonders beliebt sind kosmetische Eingriffe, Zahnmedizin und Herzoperationen. Die absolut billigsten, qualitätsmäßig allerdings höchsten Leistungen bietet Indien. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des National Center for Policy Analysis NCPA. Geschätzte 500.000 Gesundheitstouristen sind bereits 2005 nach Indien gereist. 2002 waren es etwa 150.000. Besonders beliebt in Indien sind Herzchirurgie und orthopädische Eingriffe. Im Kostenvergleich schneidet Indien jedenfalls Top ab: So kostet ein herzchirurgischer Eingriff im Apollo Hospital in Dehli rund 4.000 Dollar. Für den gleichen Eingriff bezahlt man in den USA 30.000 Dollar.

Der springende Punkt bleibt immer der Kostenfaktor. Das meint auch Wolfgang Doneus, geschäftsführender Vizepräsident der österreichischen Zahnärztekammer http://www.zahnaerztekammer.at, im pressetext-Interview. Das Problem sei weniger das Können der Zahnärzte im Ausland, als vielmehr die Frage, wohin ein Patient geht, wenn es nach einem Eingriff zu unerwarteten Zwischenfällen kommt. "In Österreich gibt es Schiedsstellen, die eingerichtet wurden, wenn es zu Streitigkeiten oder Unklarheiten kommen soll. Diese haben eine sehr hohe Erfolgsrate", so Doneus. "Wenn nach einem komplexen technischen Eingriff Probleme auftreten, wird ein Patient immer an den ursprünglich behandelnden Arzt zurückverwiesen."

Offen stehen Experten allerdings einer Behandlung im EU-Raum gegenüber. Unter dem Schlagwort "Patientenmobilität" soll jedem EU-Bürger im Notfall auch eine Behandlungsmöglichkeit innerhalb der Union ermöglicht werden. Diese soll dann auch rasch und unbürokratisch abgerechnet werden. "Das bezieht sich allerdings in erster Linie auf jene Leistungen, die von den Krankenkassen bezahlt werden", betont Maria Hofmarcher, Gesundheitsökonomin am Institut für Höhere Studien in Wien http://www.ihs.ac.at , im Gespräch mit pressetext. (Ende)



Aussender: pressetext.austria
Redakteur: Wolfgang Weitlaner
email: weitlaner@pressetext.com
Tel. +43-1-81140-307

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