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pte060803003 Computer/Telekommunikation, Forschung/Technologie |
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Online mit Solarenergie
Green Wi-Fi will Internetzugang in Entwicklungsländern ermöglichen
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| Wi-Fi-Verbindungsstation (Foto: green-wifi.org) |
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San Francisco
(pte/03.08.2006/06:10) -
Nach der One Laptop per Child Initiative http://laptop.media.mit.edu (OLPC) macht derzeit eine zweite Organisation durch ihr Engagement in Entwicklungsländern auf sich aufmerksam. Bruce Baikie und Marc Pomerleau, Gründer von Green Wi-Fi http://www.green-wifi.org, haben es sich zum Ziel gesetzt einen Beitrag zur Überwindung der digitalen Kluft zu liefern, indem sie Schulen in Entwicklungsländern Zugang zum Internet ermöglichen wollen. Die beiden ehemaligen Sun Microsystems-Mitarbeiter http://www.sun.com entwickelten ein Wi-Fi-Netzwerk, das nur durch Solarenergie betrieben wird. Ende des Sommers soll ein Pilot-Projekt an drei indischen Schulen in Uttar Pradesh realisiert werden.
Primäres Problem beim Internetzugang über ein Wi-Fi-System sei in Entwicklungsländern die oftmals fehlende Stromquelle, so Baikie. Sonnenlicht sei dagegen ausreichend vorhanden. Bei der Entwicklung der Verbindungsstationen mussten jedoch auch extreme Wetterverhältnisse, wie starker Regen, Hitze oder hohe Luftfeuchtigkeit bedacht werden. Jeder Verbindungspunkt des Netzwerkes setzt sich aus einem batteriebetriebenen Router und einem Solarmodul zusammen, das die Batterie mit Strom versorgen soll. Erhält die Batterie zuwenig Energie, regelt ein eingebauter Controller den weiteren Stromverbrauch und grenzt den Internetzugang beispielsweise auf einige wenige User ein. Die Stationen werden auf Hausdächern befestigt und senden die Wi-Fi-Signale über einen Kilometer weit. Das Netzwerk benötigt mindestens einen Breitband-Internetanschluss, der mehrere Kilometer weit von den Stationen entfernt sein kann. Hier setzt Green Wi-Fi auf die Unterstützung großer Unternehmen in Entwicklungsländern, da Schulen oft in der Nähe des Stadtgebietes angesiedelt sind.
Der Prototyp der Verbindungsstation konnte durch Spendengelder von OLPC finanziert werden. Für das Pilotprojekt in Indien benötigt Green Wi-Fi weitere Unterstützung, die man im Silicon Valley zu finden hofft. "Die Idee, die digitale Kluft zu verringern steht bei den Vorhaben von sozial orientierten Unternehmen sehr weit oben, besonders im Valley", so Pomerleau. Die Organisation hat sich für die Produktionskosten der Verbindungsstationen eine Obergrenze von maximal 200 Dollar pro Stück gesetzt.
Kritiker des Projektes könnten damit argumentieren, dass jene Menschen denen Green Wi-Fi Internetzugang ermöglichen will, primär Lebensmittel und sauberes Trinkwasser benötigen würden. Baikie und Pomerleau stimmen diesem Punkt zu, würden sich aber zuwenig mit der Herstellung sauberen Wassers und Lebensmittelversorgung auskennen, um in diesem Bereich helfen zu können. Durch die Bereitstellung des Internetzugangs könnten sie zumindest die digitale Kluft verringern. Der Zugang zu neuen Informationen würde den Menschen eine neue Welt und damit neue Perspektiven eröffnen. In Zukunft will Green Wi-Fi mit anderen Hilfsprojekten zusammenarbeiten, die Internet-Inhalte aufbereiten oder Benutzern den richtigen Umgang mit dem Internet beibringen.
(Ende)
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