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Kampfsportverbot in Schweden geplant
Verbot wird in Deutschland und Österreich skeptisch gesehen

Kein K.O. für den Boxsport in Deutschland und Österreich
Stockholm/Wien (pte/07.09.2005/12:15) - In Schweden sorgt derzeit ein geplantes Verbot gegen Kampfsportarten für Aufregung. Der schwedische Sportminister, Bosse Ringholm, hat angekündigt, das seit 30 Jahren gültige Profi-Box Verbot auch auf andere Kampfsportarten auszudehnen. Er kündigte an, in einer Gesetzesnovelle künftig sämtliche Sportarten in Schweden zu verbieten, die Schläge und Tritte gegen den Kopf vorsehen.

Der Präsident des Deutschen Box-Verbands, Paul Forschbach, kann im Gespräch mit pressetext dieser Idee naturgemäß nichts abgewinnen: "Boxen gehört zu den vier großen Sportarten in Deutschland und wir haben über 70.000 Mitglieder. So etwas ist bei uns nicht denkbar. Außerdem, wann hat es den letzten schwedischen Spitzenboxer gegeben? Ich kann mich an keinen erinnern. Solche Regelungen machen den Sport nur kaputt."

Österreichs Sport-Staatssekretär Karl Schweitzer hält im Gespräch mit pressetext ebenfalls wenig von einem Verbot: "Kampfsportarten hat es immer gegeben und wird es auch immer geben. Ein Verbot würde nur dazu führen, dass der Sport in die Illegalität abdriftet und uns die Kontrolle dadurch entgleitet." Schweitzer betont zudem, dass es viele Maßnahmen in den letzten Jahrzehnten zum Schutz der Sportler gegeben hat. "Außerdem ist in Österreich die Autonomie des Sports gesetzlich geregelt. Das ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Sportpolitik und daher könnte man bei uns ein derartiges Verbot ohne Gründe nicht durchsetzen", so Schweitzer gegenüber pressetext abschließend. (Ende)



Aussender: pressetext.deutschland
Redakteur: Michael Fiala
email: fiala@pressetext.com
Tel. +43 (0)1 81140 303

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